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03.12.09

cleanthinking.de: Live von der Cleantech Konferenz

Category: Märkte & Technologien

By:Martin Jendrischik

3. Startup-Pitch:

Isopipe AG, Helmut Pietschmann; Güstrow -> Fernwärmespezialisten haben das Unternehmen im September 2009 gegründet (www.isopipe.de)

Der neue international agierende Systemlieferant für qualitativ hochwertige Rohrsysteme für die Anwendung in Fernwärme- und -kühlung wird ab Frühjahr 2010 mit modernsten patentierten Produktionsanlagen die neue verbesserte Generation von Rohrsystemen herstellen und vertreiben.

4. Startup-Pitch:

Dr. Werner Prusseit, Theva Dünnschichttechnik GmbH, Ismaning www.theva.com

Supraleitertechnologie für neue Netze und die Energietechnik von morgen – Business Plan zum Aufbau der ersten HTS Leiterfertigung in Europa.

2. Nachmittags-Panel Smart Grid

Teilnehmer auf dem Podium:

    * Bruno Derungs, Climate Change Capital
    * Rolf Adam, Cisco Systems GmbH
    * Ingo Schönberg, Power Plus Communications AG
    * Patricia Thomson, Duke Energy Evaluation Manager / Sageview

2. Startup-Pitch:

LISBET E-Transporter, Standortprojekt Bobingen; Fahrzeugentwickler aus dem Bereich Rennsport ursprünglich. Der E-Transporter ist ein Fahrzeug. Leichtbauweise. Soll ein Kurierfahrzeug werden, u.a. für Deutsche Post etc.

1. Startup-Pitch:

NTS GmbH aus Berlin – Herr Lützsch – Generating Renewable Energy by harnessing the strong winds at 1.500 feet NTS nutzt die Technologie, ähnlich der von SkySails sowie von einem Achterbahn-Hersteller, um innovative Windkraftwerke zur erstellen.

Die operativen Kosten sind unter 2 Cent pro Kilowattstunde – das Unternehmen hat 6,5 Mio. Förderung bekommen und eine Machbarkeitsstudie. Im nächsten Schritt soll eine Bahn aufgebaut werden, auf denen die Kites dann rollen können.

Das Unternehmen befindet sich gerade in einer zweiten Finanzierungsrunde, in der sechs Millionen Euro eingesammelt werden sollen.

1. Nachmittags-Panel E-Mobility

Teilnehmer auf dem Podium:

    * Dr. Dieter Kraft, Robert Bosch Venture Capital GmbH
    * Dr. Rainer Kern, SB LiMotive Germany GmbH (Joint Venture Bosch/Samsung)
    * Thomas Melczer, Proton Motor Fuel Cell GmbH
    * Ralf Schmid, Continental Automotive GmbH
    * Dr. Rupert Stützle, Robert Bosch GmbH

6. Vortrag:

Thomas Melczer, CEO der Proton Motor Fuel Cell GmbH, berichtet über “Fuel Cell – “Und” statt “entweder oder” Die Triple Hybrid Technologie. Diese Triple Hybrid Technologie ist in einen Bus eingebaut, das stellt Herr Melczer vor.

Neue Applikationen der letzten 12 Monate:

- ZEMSHIPS: Betriebsphase (Schiff)

- hy.muve -> Präsentation in Basel, Vorbereitung in Betriebsphase

- Tri-Hy-Bus -> Weltweite Innovation, Präsentation in Prag, erste Testphasen

Proton Motor Fuel Cells baut eigene Brennstoffzellen, die auf den Bedarf zB Nutzfahrzeuge optimieren kann. Die Lebensdauer der Brennstoffzelle ist “fast unendlich”. Extrem hohe Service-Freundlichkeit.

Die Leistung des Busses beträgt 48 Kilowatt. 27 Kilowatt Batterieleistung an Bord. 18 Tonnen-Bus gäbe es ohnehin nicht als reinen Batteriebus.

Triple Hybrid Konzept bedeutet:

- Brennstoffzelle (sorgt für Reichweite)

- Battery (unterstützt bei Steigungen)

- Ultracaps (helfen bei der Beschleunigung)

Besondere Vorteile:

- Optimierte Bremsenergierückgewinnung

- Verbesserte Lebensdauer

- Reduzierte Investitionen

- Reduzierte Betriebskosten

Perspektive von Proton Motor Fuel Cells: Über modularen Ansatz in den Markt zu gehen, zum Beispiele leichte Nutzfahrzeuge etc. Maritime Systeme ebenfalls hoch interessant. “Wir haben verschiedene Schwerpunkte, die wir angehen. Sind immer auf der Suche nach Investoren.”

5. Vortrag:

Thomas Christiansen, Senior Manager bei Ernst & Young hat seinen Vortrag mit: “Renewables – Update & Outlook” überschrieben.

Im Projektfinanzierungsmarkt hat es noch keine richtige Erholung gegeben. Obwohl Q4 normal ein starkes Finanzierungsquartal ist, ist es im Moment schwer, eine Finanzierung für Renewables zu erhalten.

Die meisten VC-Investitionen gehen in die Bereiche Solar, Wind und auch Meeres-Technologien als noch eher neue Bereiche. Digital Energy, Gebäudetechnik und Speicher sind ebenfalls gut dabei. Investitionen gehen vor allem in den angelsächsischen Bereich. Deutschland kein klassisches Zielland für VC-Investitionen.

New Energy Finance Befragung: Insitutionelle Investoren wollen Cleantech Asset-Allokationen erhöhen. Durch die Bank wird von mehr Investitionen ausgegangen.

Bayern und Baden-Württemberg in 2009 bis Q3 2009: 54,2 Prozent des deutschen PV-Marktes: 2009 bezieht Bayern ca. 2,9 Prozent der Strommenge aus Photovoltaik (2007: 1,4 %)

Thema Grid Parity: Diese kommt graduell, verändert aber grundlegend, weil sie die jährliche Betriebsstunden fossiler Kraftwerke reduziert. Smart Grid wird Lasten in die Tagesstunden steuern. So wird die Solarindustrie zur Leitbranche, sie wird riesengroß.

Thema Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Solarindustrie: Deutsche Hersteller müssen sich auf neue Skalen zu bewegen, forschen, Prozesse verbessern, stärker internationalisieren, unbedingt Channelmarketing und Branding vorantreiben.

4. Vortrag:

Dr. Tevfik Sezi von Siemens Energy berichtet darüber, wie Siemens Energy in naher Zukunft mit dem Smart Grid sechs Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften will.

Die drei Kernbausteine des Smart Grid sind:

- Intelligente Strom-Abrechnung (Smart Meter)

- Stromnetz-Infrastruktur /Steuerungstechnik (Grid Intelligence)

- Intelligente Datenmanagement (Utility IT)

Aus Sicht von Siemens neben dem Energiebereich auch die gesamte Gebäudetechnik interessant. Zum Beispiel: Energieerzeugung im Gebäude oder Energiespeicher, Elektroautos laden und Batterie als Speicher nutzen -> verbesserte Gebäudeperformance ermöglichen.

3. Vortrag:

Dr. Christian Friege, Vorstandsvorsitzender der LichtBlick AG zum Thema “Virtuelle Kraftwerke”; LichtBlick als größter unabhängiger Stromversorger in Deutschland -> Getrieben von der Idee: “Ökologie und Ökonomie” in Einklang zu bringen.

LichtBlick will 2 Mio Stromkunden haben, 100.000 ZuHause-Kraftwerke platzieren, Nr. 5 bei den Energieversorgern werden.

LichtBlick entwickelt seit 2007 ein Konzept für die Stromerzeugung der Zukunft -> SchwarmStrom über Zuhause-Kraftwerke. Diese Kraftwerke, sollen sehr schnell reagieren können, daraus soll ein Großkraftwerk entstehen, das Erneuerbare Energien ergänzen kann. Das Zuhause-Kraftwerk wurde von uns gemeinsam mit Volkswagen entwickelt. In den ersten Monaten von 2010 wird es die ersten Installationen in Hamburg geben, danach flächendeckend.

Die Leistung von 2.000 Megawatt entspricht der Kapazität von zwei Großkraftwerken – wäre Deutschlands größtes Gaskraftwerk.

Zielgruppe sind Hausbesitzer – große und ältere Einfamilienhäuser besonders interessant.

Fazit: Positive Resonanz nicht nur in der Presse, sondern bereits 30.000 Kundenanfragen erhalten für das Zuhause-Kraftwerk

2. Vortrag:

Dr. Andreas Opfermann stellt das Projekt H2 Mobility vor. Opfermann ist Head of Innovation Management bei The Linde Group Weitere Informationen zu H2 Mobility gibt es hier: H2 Mobility Gemeinschaftsprojekt

Partner von H2 Mobility sind neben The Linde Group u.a. auch Daimler, EnBW, OMV, Shell, Total und Vattenfall – Versuch, die Industrie zusammenzubringen, um das “Henne-Ei-Problem” zu lösen.

Herausforderung: Tankstellenversorgung bis 2017 sicherstellen. Wie kann dies gelingen?

Haben es geschafft, die Schwergewichte der Automobilindustrie zusammenzubringen -> Honda, Ford, Toyota etc. Ziel: Bis 2015 soll es Brennstoffzellenfahrzeuge geben

“Die Brennstoffzellen-Technologie ist erstmals wirklich reif.” Daimler als Vorreiter hat schon die sechste Generation der Brennstoffzellen-Technologie. Aber: Die erste Generation war vor 20 Jahren und musste erheblich weiterentwickelt werden. Beispielsweise wurde erst vor kurzem das vermeintlich kleine Problem der “Kaltstart”-Problematik gelöst.

Was sind die technischen und ökonomischen Vor- und Nachteile von Brennstoffzelle vs. Elektromobilität?

Größte Herausforderung für Batterietechnologie: Betankungszeit

Linde steht für Fueling Technology im Bereich Wasserstoff

Wo soll der Wasserstoff herkommen? Wird nicht die eine, entscheidende, eindimensionale Lösung geben, sondern es wird eine Vielfalt geben. Wichtig: Weg in die nachhaltige Wasserstoff-Erzeugung aufzeigen

Fazit: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um über Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie nachzudenken.

1. Keynote:

Gerade spricht Ludwig Karg, Geschäftsführer der B.A.U.M. Consult GmbH. Er ist Leiter der E-Energy-Begleitforschung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Innovation sowie Chairman des International Network of Environmental Management (INEM).

- Warten können wir uns nicht mehr leisten. Der Klimawandel ist Realität. Die Zahl der globalen Naturkatastrophen steigt deutlich an. Auch Deutschland ist direkt betroffen. “Klimaschutz kostet um ein Vielfaches weniger als die Schäden, die durch ungebremsten Klimawandel entstehen würden.”

- David Brower: “There is no business to be done on a dead planet”

- Wir brauchen Kupfer und Silizium, Siilizium macht Strom, Kupfer transportiert ihn…

- Es muss viel mehr Intelligenz ins gesamte Stromversorgungsnetz hinein -> Smart Grid

- Müssen enorme Effizienzpotentiale in Betrieben nutzen -> “Im Durchschnitt 20 Prozent Einsparungsmöglichkeiten.” Aber: “Energie ist nach wie vor nicht im Zentrum des Interesses, viel Potenzial bleibt ungenutzt im Effizienzbereich.”

- Smart Grids: Siemens sieht 30 Milliarden Marktpotenzial bis 2014

Es entstehen neue Marktrolle im Internet der Energie:

* Lastmanagement für betriebliche und private Verbraucher

* Effizienzberatung auf Basis gemessener Lasten

* Bündeln von Einspeisern

* Regelenergie durch dezentrale Einspeiser

* Zwischenspeicherung von Wind- und Sonnenstrom

* Least-Cost und Green-Source Router

* Smart-Home Angebote

* Lademanagement für Elektrofahrzeuge

Beispiel der Strombank/ Energiebank: Ganz neue Ansätze, über die man einmal nachdenken kann (vgl. Cleanthinking.de -> www.cleanthinking.de/energie-bank-spiegel-energievisionen/3231/

Thema Mobilität: Sind auf der Schwelle zu einem völlig neuen Mobilitätszeitalter. Erfordert aber auch IKT basierte Dienstleistungen rumd um das Auto wie zb Mobilitätszentralen, Onboard-Geräte etc. Dies alles muss noch erforscht werden, bei den Geschäftsmodellen, die möglich werden, darüber wissen wir noch sehr wenig.

Thema E-Energy: Leuchtturmprojekt mit sechs Modellprojekten rund um das Thema Smart Grid und Smart Metering. Weitere Elektromobititäts-Projekte, weil die Lastkurve besonders durch Erneuerbare und Smart Grid bzw. Elektromobilität gesenkt werden kann.

“Dürfen nicht so tun, als wäre das alles unproblematisch” -> Nehmen in der Begleitforschung die Themen Standards, Datenschutz und Datensicherheit sehr, sehr ernst.

Wo fangen wir an? Beim Unsinn beseitigen!

 

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