cleanthinking.de: Rückblick 2. Münchener Cleantech Konferenz
Interessante Vorträge, eine spannende Mischung aus Großunternehmen und Startups sowie begeisterte und höchst interessierte Teilnehmer: Die 2. Münchner Cleantech Konferenz zum Thema “Dezentrale Energieversorgung” in der vergangenen Woche im Haus der Bayrischen Wirtschaft war ein voller Erfolg. Eine kurze Zusammenfassung der live kommentierten Veranstaltung gibt es unter www.cleanthinking.de/cleantech-konferenz.
Die Konferenz hat einige spannende Erkenntnisse gebracht, die in der Rückschau nicht unkommentiert bleiben sollen:
* Bayern und Baden-Württemberg spielten immer wieder eine zentrale Rolle – sei es der Diskussion über die Frage, ob München bei Cleantech eine ganz entscheidende Zukunftschance hat oder bei der Nennung der Fakten zu den wichtigsten Photovoltaik-Märkten innerhalb Deutschlands sowie sogar innerhalb Europas. Bezogen auf die Bevölkerung liegen Bayern und Baden-Württemberg dabei sehr weit vorne.
* Mit der Zeit setzt sich der Begriff CleanTech immer weiter durch – die Definition von Cleantech ist immer noch schwierig, wird aber immer öfter versucht und, nähert sich immer mehr dem Begriff an, den wir bei Cleanthinking.de seit Beginn des Jahres bereits beschreiben:
Unter CleanTech, Clean Technologies, saubere Technologie oder Cleantech-Industrie verstehen wir von Cleanthinking.de alle Unternehmen, Technologien, Produkte, Innovationen oder Dienstleistungen, die dazu beitragen, die Umwelt und Ressourcen im Sinne von ökologischer Nachhaltigkeit zu schonen und Schadstoffe zu vermeiden oder zu reduzieren.
* Neben den großen Unternehmen, die wie etwa Siemens, Continental oder andere auch bei solchen Veranstaltungen dominieren, gibt es eine ganze Reihe innovativer Cleantech Startups, die in den nächsten Jahren auf den Markt drängen und hoffentlich den Markt beleben und unser aller Leben sauberer gestalten werden. Bei der 2. Münchner Cleantech Konferenz wurden vier von ihnen ausgezeichnet – und haben guten Chancen, weitere Finanzierungsrunden abzuschließen.
* Das Thema “Dezentrale Energieversorgung” – war exzellent gewählt, wird doch die Debatte über das Smart Grid, über Smart Metering und die Reduzierung der Grundlast durch Einbindung der Erneuerbaren Energien ins Stromnetz täglich interessanter. Auch auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen wird das Thema eine Rolle spielen. Die Bedeutung des Smart Grids ist in Deutschland aufgrund des sichereren Stromversorgungsnetzes noch nicht so groß wie in den USA, aber wird auch hier weiter an Bedeutung gewinnen. Eines wurde aber auch klar: Smart Grid ist kein Thema alleine für die nächsten 3 Jahre, sondern eher für die nächsten zwei Jahrzehnte.
Fazit: Cleantech in Deutschland wird ein immer heißeres Thema und in den kommenden Jahren immer wichtiger. Die hohe Zahl an VC-Unternehmen, die bei der Konferenz anwesend waren, zeigt, dass auch VC-Unternehmen auf der Suche nach geeigneten Investements zunehmen in der Cleantech-Szene fündig werden.
