Riesenerfolg auf der Munich Network Frühjahrstagung
Prof. Dr. Gunter DueckÜber 200 Teilnehmer feiern gemeinsam mit der Fraunhofer Gesellschaft und Munich Network junge Unternehmen, neue Technologien und Innovationen
Am 29. Mai 2006 fand bereits zum vierten Mal die Munich Network Frühjahrstagung statt - in diesem Jahr erstmals in den Räumen von und gemeinsam mit der Fraunhofer Gesellschaft München. Darauf sind die Mitglieder von Munich Network besonders stolz. Denn Munich Network und die Fraunhofer-Gesellschaft, als eine der weltweit größten anwendungsorientierten Forschungseinrichtungen, verfolgen mit der Frühjahrstagung gemeinsam das Ziel, die Bedeutung der unternehmerischen Umsetzung von Technologien in Markterfolge herauszustellen.
Thema der diesjährigen Munich Network Frühjahrstagung war 'Entrepreneurship und Technologien treiben Innovationen zum Markterfolg'. Dementsprechend ging es in diesem Jahr auch um Innovationspolitik, Innovationskultur und neue Wege für Innovationen aus Deutschland. Ziel der Veranstaltung war es allerdings nicht, den Status quo zu beklagen, sondern mit jungen erfolgreichen Unternehmen und kreativen Köpfen zukunftsfähige Ideen und Technologien zu feiern.
Für zukünftiges Wachstum und eine starke Rolle deutscher Technologien und Unternehmen weltweit 'ist die Stärkung des Unternehmergeistes und eine ausgezeichnete Aus- und Fortbildung in Deutschland das A und O' betonte Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer Gesellschaft. 'Deshalb hoffen wir noch viele so erfolgreiche Veranstaltungen mit Munich Network durchzuführen um auch in Zukunft die unternehmerische Umsetzung von Technologien in Markterfolge weiter voranzubringen', so Prof. Bullinger weiter.
Randolf Rodenstock fordert als Präsident der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, einen Wandel deutscher Politik und Innovationskultur, 'Echtes politisches Leadership und der Mut den Leuten nicht nur aufs Maul zu schauen, ein zukunftsfähiges deutsches Bildungssystem und kreative Freiräume für alle Beschäftigten' sind neben der Autonomie der Hochschulen nur einige seiner Forderungen an Politik und Gesellschaft. Und er betont, dass er es noch lange nicht müde wird, diese Forderungen immer wieder zu stellen.
Laut Max Peter, Vorstandsvorsitzender der econet AG, mangelt es in Deutschland bei Herstellern und Investoren aber auch im Markt an Risikobereitschaft. 'Innovation erfordert weder enorme Entwicklungsbudgets, hochkarätig besetzte Thinktanks, hoch dotierte Berater oder besonders viel Glück, sondern eine gelebte Innovationskultur im Unternehmen', so Peter bei seinem Vortrag.
Genau an dieser Innovationskultur mangelt es aber in Deutschland. Laut Prof. Dr. Gunter Dueck, Chef Technologe der IBM Global Services, 'verlangen alle immer das, was es derzeit nicht gibt! Der dauernde Ruf nach Innovationen in den letzten zwei Jahren ist also wirklich kein Zufall', sondern gerade bei den großen Unternehmen darauf zurückzuführen, dass während der letzten Jahre laufend an der Kostenschraube gedreht wurde, ohne auf Innovationen, neue Produkte und damit auf steigenden Umsatz zu setzen. Nicht zuletzt haben viele Unternehmen vergessen, dass die Mitarbeiter, die 'fröhlich, entspannt und gerne Ihrer Arbeit nachgehen' immer noch die produktivsten sind und nicht diejenigen die täglich mehr arbeiten, weil sie sich von Kündigungen bedroht fühlen. Wir müssen wieder zu Innovationen und neuen Produkten und damit zu steigenden Umsätzen in den Unternehmen kommen, 'das funktioniert aber nur wenn wir innovativen Produkten und Dienstleistungen die Zeit geben sich zu entwickeln und den Mitarbeitern die Freiräume geben, Neues auszuprobieren am Markt zu erproben, den Bedürfnissen des Marktes anzupassen und Ihnen auch die Möglichkeit des Scheiterns einräumen.' Denn echte Innovation ist immer auch mit Risiko behaftet.
Nach den Vorträgen trafen sich die Teilnehmer im Foyer der Fraunhofer Gesellschaft, um bei Wein, Cola, Bier oder Wasser und am 'Flying Buffet' mit Munich Network und der Fraunhofer Gesellschaft innovative Unternehmen und Unternehmer zu feiern und sich bei der Innovationsshow drei besonders vielversprechende Projekte vorstellen zu lassen: Die 'Pitches' der Bio-Gate AG, der Micropelt GmbH und der Sophis GmbH bildeten neben vielen guten Gesprächen, Investorenkontakten und Ansätzen zu strategischen Partnerschaften den Abschluss des Abends.
