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11.07.12

Neue Gesichter und Wesentliches aus der Jahresmitgliederversammlung:

Kategorie: Führung & Management

Drei Phasen kennzeichnen die Entwicklung des Vereins Munich Network. Das jedenfalls ist ein Fazit des scheidenden Vorstandsmitglieds Gerhard Kratzer. Mit dem Jahr 2011 hat für das Munich Network die „unternehmerische Unabhängigkeit von staatlicher Förderung begonnen“, so Gerhard Kratzer. In seiner frühen, ersten Phase bis 1996 lieferte der Verein unter der Flagge ‚Förderkreis Neue Technologien‘ als Technologietransferunterstützer Inventionen ‚an den Staat‘. In der darauffolgenden Phase bezog unser Verein auch Förderung ‚vom Staat‘.

In der Mitgliederversammlung am 10.07.2012 legte Gerhard Kratzer nach 16 Amtsjahren sein Mandat auf jüngere Schultern. Gerhard Kratzer, Gründer und Vorstand der Kratzer Automation AG, ein bedeutendes Münchener Softwareunternehmen für Testsysteme, Logistik- und Industrieautomation, war in den Jahren 1996/97 wesentlich an der Neuausrichtung unseres Vereins und danach bis 2005 maßgeblich auch an der strategischen Implementierung und Ausrichtung des Münchener Businessplan Wettbewerbs beteiligt. Von 2001 bis 2007 war Gerhard Kratzer als Schatzmeister zudem Mitglied des geschäftsführenden Vorstands und trieb von da an auch die Stärkung der Industrie-Start-up-Vernetzung voran. Der Vorstandsvorsitzende Oliver Gajek bedankte sich im Namen aller Munich Networker und lobte Gerhard Kratzer für  sein außerordentliches Engagement für unsere Sache ‚Entrepreneurship & Innovation‘.

Die ‚jüngeren Schultern‘, auf die Gerhard Kratzer verwies, sind die Schultern von Markus Brehler und Wolfgang Seibold. Beide wurden von der Mitgliederversammlung ebenso mit überwältigender Mehrheit in den Vorstand gewählt, wie die Mandate von Thomas Doppelberger, Oliver Gajek, Bernd Gombert und Prof. Dr. Klaus Sailer bestätigt wurden. Gerne stellen wir Ihnen die ‚Neuen‘ im Vorstand des Munich Network vor:

Markus Brehler ist derzeit Entrepreneur in Residence am Gründerzentrum gate in Garching. Vor über 10 Jahren hat er die EnOcean GmbH gegründet und bis Oktober 2011 als CEO geleitet. Das Unternehmen, das als Spin-off der Siemens AG gegründet wurde, produziert und vertreibt wartungsfreie Funklösungen für den Einsatz in Gebäuden und Industrieanlagen. Markus Brehler studierte Nachrichtentechnik an der TU-München. Fachübergreifende Kompetenzen hat er am MIT, Stanford, Insead und am Indian Institute of Management erworben. Er begann seine Karriere im Jahr 1989 bei der Siemens AG, wo er in verschiedenen Abteilungen tätig war und erfolgreich neue Geschäftsfelder aufbaute. Anfangs in der Forschung und Entwicklung tätig, wurde er später Entwicklungsleiter der Systeme für Straßenverkehrstelematik. Er wechselte in das Siemens/McKinsey-Team, wurde später mit der Marketingentwicklung des Zubehörgeschäfts für Mobiltelefone betraut, einer Einheit, die auf über 100 Millionen Euro Umsatz wuchs. 2001 ging er zum Siemens Technology Accelerator, um die Gründung von EnOcean vorzubereiten.

Wolfgang Seibold ist Partner bei Earlybird VC Management GmbH & Co. KG und Vorstandsmitglied beim Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK).
Seit über elf Jahren arbeitet Wolfgang Seibold als Investor in Hightech-Unternehmen mit Fokus auf Green Technologies & Services. Daneben hat er sich in internationalen Start-up Initiativen engagiert, z.B. als Aufsichtsratsmitglied bei Silicon Saxony und CTI Invest. Ferner ist Wolfgang Seibold Aufsichtsrat bei Light Blue Optics und Beirat bei Ubitricity.
Vor seiner Zeit bei Earlybird war er Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group. Erste Berufserfahrung sammelte er in der Nachrichtentechnik bei ALCATEL. Wolfgang Seibold hat Physik und Mathematik an den Universitäten Ulm und Newcastle upon Tyne studiert und später einen MBA am INSEAD, Fontainebleau, erworben.